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erzaehlmirwas

Freitag, 9. März 2007

wörterbuchloses treiben am ende der welt und darüber hinaus

am ende der welt und darüber hinaus warteten der koalabär und das wasserschwein darauf dass der neue tag begann, der hatte nur noch keine lust dazu.
der himmel war dunkel, die sterne leuchteten friedlich und alle hatten das ungleiche pärchen bei der versammlung überstimmt und nun war es offiziell: der tag sollte noch ein paar stunden vertrödeln und dann.. langsam aber mit seiner zielsicheren und honigschweren sonnenmasse über die welt gleiten und -statt fröhnlich leicht und luftig die anderen wach zu küssen- ihnen mit seiner warmen süße die augenlieder wieder zudrücken. als vorbereitung für den kommenden mittagsschlaf.

nur der koalabär und das wasserschwein.
die wollten das nicht.

weit weit waren sie von den getrennten kontinenten gereist um sich am ende der welt und darüber hinaus zu treffen und hatten viele hürden (die später mal im "buch der vielen hürden" erscheinen werden) überwunden um sich zu treffen und gemeinsam den sonnenaufgang anzusehen.
das hört sich jetzt vielleicht nicht so großartig an aber für das wasserschwein und den koalabären war das schon etwas einzigartiges. der koalabär verschlief ihn meist und das wasserschwein mit seinen kurzen beinchen konnte nie über die büsche geschweige denn bäume hinwegsehen um die sonne in all ihrer pracht zu bewundern.
und diese versammlung hatte das nun verhindert.
nun, nicht verhindert nein, aber es bestand ja jederzeit die gefahr dass der koalabär wieder einschliefe und so mußten sich koalabär und wasserschwein die wartezeit verkürzen.
am ende der welt und darüber hinaus gibts allerdings, das muss ich schon zugeben, nicht allzuviel zu tun, also saßen sie nur so auf ihrem stückchen erdscholle und seufzten sich ins ohr.
und ab und an schüttelte einer von beiden den kopf und murmelte etwas wie 'doofe versammlung' 'unfair' oder ähnlich verstimmtes um gleich darauf zum andern zu sehen ob der auch der selben meinung wäre.

nach einer kleineren pause allerdings hörten sie auf sich gegenseitig auf die zehen, beziehungsweis auf die hufen zu starren und sahen sich um.
und da lag sie vor ihnen, am ende der welt und darüber hinaus.
die grenze zur nacht.
ein tiefes blau, ein ewiges blau, ein blau das man nur aus geschichten und erzählungen der meeresschildkröten kennt und da erfaßte den koalabären und das wasserschwein eine große stille.
sie sahen sich weiter um und sie sahen die einzelnen sterne. denn am ende der welt und darüber hinaus ist es dunkel genug um selbst den kleinsten und friedlichsten stern neben den lauten und strahlenden zu erkennen..
sie sahen einen brausendes meer in dem die sterne als schaumkronen glitzerten.
sie sahen ein samtbett auf dem edelsteine verstreut lagen.
sie sahen die augen der tiere die sie liebten, in denen die tränen glänzten, die sie zurück gelassen hatten.. um sich am ende der welt und darüber hinaus zu treffen.. um den sonnenaufgang zu sehen, von dem sie sich nichts sehnlicher wünschten als dass er noch warten würde.
und als das licht langsam hervorkroch, schleppend zum ende der welt und darüber hinaus schwappte um sich in die erdfaltentäler zu ergießen sahen sie im helleren blau glockenblumen auf denen verblassend die sterne als tau sich verabschiedeten.
es erfaßte das wasserschwein und den koalabären eine große stille.

und ohne ein wort zu sprechen wandten sie sich um, um sich -viele hürden überwindend (die später ja alle im "buch der hürden" erscheinen werden)- auf den weg nach hause zu machen.
und um zu hause zu erzählen dass ..
ja
und das wissen wir nun nicht, denn bärig und schweinlich wurde ohne wörterbuch geboren.
aber ich denke wir können uns einfach ans fenster stellen und nachsehen und für uns selbst auch unausgesprochen wissen was sie uns sagen wollten.

gute nacht.

Dienstag, 6. März 2007

glas, filz, autobahn

eines abends fuhr sie, statt wie gewöhnlich mit dem auto, mit dem zug nach hause. still, denn es war sonst niemand im abteil, war es.
aber das genoß sie. die ruhe draußen und die laute musik über ihre kopfhörer.
das licht um sie herum abgedreht damit sie etwas hinter den pseudoglashartplastik scheiben erkennen konnte.
zumindest etwas anderes als ihr spiegelbild.
ihr spiegelbild hatte sie satt.

gut.
zugegeben.
sie war eine schöne frau.
aber sie achtete auch sehr darauf.
manikürte fingernägel.
gepflegte arme und beine.
spezielle kuren fürs haar.
wenn man so lange haare hatte wie sie war das einfach notwendig, wenn sie über wiesen galoppierte oder auch nur langsam spazierte verfing sich ständig kletten, stöckchen oder blattwerk in ihrem schweif und abends saß sie dann auf ihrer couch und verbrachte die zeit damit all die natur wieder aus ihrem fell und ihren haaren zu zupfen.

esel hatten es da wirklich einfacher.
aber wer wollte schon mit einem esel tauschen?

klein und die meisten unförmig und ein fell dass sich anfühlte als hätte jemand filz über fleisch gespannt.

nein nein. sie war ja wirklich nicht überheblich, aber esel?
nein danke.

andererseits.. sie hatten charme. sie konnten sich über mehr unterhalten als die neuesten football ergebnisse. streethockey. wettrennen.
sie wußten über die schönheit verträumter olivenhaine bescheid. sie kannten genuß, auch wenn viele die ihr bisher begegnet waren eine rauhe art hatten, gerade für diese hatte sie etwas übrig.

sie waren anders.
die esel.
nicht so langweilig wie die normalen zentauren.

als turalu, eine ihrer bekannten beim abteil herinschaute, schrak sie richtig aus ihren träumen und gedanken über esel und ihre ..vielleicht eigensinnige art aber vor allem stark ausgeprägten charakter auf.
was sie hier täte.
das auto in der werkstatt. das kennt man ja.
tjaja.
tjaja.
und so saßen sie den rest der zugfahrt schweigend gegenüber.
das licht dass turalu wieder angeschalten hatte um ihr makeup zu prüfen und die neueste en vogue zu lesen verhinderte dass sie weiterhin ihre blicke über ihr spiegelbild hinaus in die welt schweifen lassen konnte. also kehrte sie zu bekanntem zurück.
fuhr sich, selbstgefällig ihr bild in der scheibe betrachtend, durchs haar wischte die lächerlichen spielereien über esel beiseite.

das nächste mal wohl wieder auto. und autobahn.

Montag, 26. Februar 2007

barhocker, krabbe, ausmalen

vor langer langer zeit lebte einst ein kleiner könig der es gar nicht mochte klein genannt zu werden.
das viel den untertanen so schwer, weil er.. nun ja.. wirklich seeeehr klein war. wenn ihr das märchen von däumelinchen kennt könnt ihr es euch ja vorstellen. ganz so klein war er nicht, aber bei einem minikonetst wäre er siche runter den ersten hundert gelandet-
auf jeden fall, das tut nichts zur sache!
der kleine könig hatte also ein großes schloß so wie es sich gehört und weil er in dem schloß so einsam war ließ er sich jedes zimmer besonders einrichten. er machte aus einem zimmer ein gruselkabinett, mit viel viel tiefkühlgemüse drin das fand er ganz besonderst gruselig. und er ließ sich ein zimmer einrichten, das ihn zum lachen bringen sollte, da waren ganz ganz viele clownpuppen die er nach herzenslust treten konnte. es gab auch ein zimmer zum träumen in das legte er sich meist des nachmittags: in diesem zimmer hatte der kleine könig eine kleine sonne gesperrt und dort lag er am strand eines kleinen meeres und grub seine kleinen zehen in ein kleines stückchen sand. er baute sandburgen und jagte kleine krabben wieder zurück ins meer wenn wiedermal versuchten in den kleinen sandburgen zu wohnen.
der kleine könig fragte sich wie es wohl wäre in so einer kleinen sandburg zu wohnen und weil er nur sandburgen bauen konnten die kleiner waren als er, ließ er einen wettbewerb ausrufen um den besten sandburgenbauer seines landes zu ermitteln.
herzensfried barhocker gewann schließlich den wettbewerb und ward zum kleinen könig gerufen der ihm nun erklärte er solle in das traumzimmer gehen um ihm, dem kleinen könig eine große und prächtige sandburg zu bauen damit er, der kleine könig seine zeit darin verbringen konnte.
herzensfried begann zu lachen, aber als er bemerkte dass des kleinen königs kleinen backen nicht mitlachen wollten erschrak er und rannte los ins traumzimmer.
er bastelte und kübelte und schaufelte mehrere wochen denn nichts wollte dem kleinen könig recht gefallen und als schließlich alle schon am verzweifeln waren hatte herzensfried schließlich eine idee.
nachdem er es nicht schaffen konnte eine sandburg im schloß zu bauen sollte aus dem schloß eine sandburg werden und als er dem kleinen könig seine idee in dessen kleine ohren flüsterte hüpfte er, der kleine könig, vor lauter freude auf und ab.
sie ließen maler kommen und soviel leim heranschaffen wie es noch kein königreich zuvor erlebte hatte und begannen das ganze schloß innen und außen auszumalen. und sobald eine stelle voller leim waren eilten herzensfried und der kleine könig herbei und schütteten sand darüber bis schließlich das ganze schloß des kleinen königs nit sand innen und außen überzogen war und der kleine könig sehr sehr glücklich war.

zum dank dafür erlaubte der kleine könig herzensfried bei ihm zu bleiben und mit ihm als gleichberechtigter partner in einer offenen und freien beziehung zu leben. sie hatten sich nämlich verliebt.
heppyending

gute nacht liebe ursi :)
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digitale rasselbandlerin

sagst du? sag ich? sagsag

danke für den Link. Wie...
danke für den Link. Wie es mir geht? Schwer zu...
PeZwo - 9. Sep, 15:56
oh mein gott, wie doch...
oh mein gott, wie doch die zeit vergeht. so groß...
karinko (Gast) - 8. Sep, 23:36
inzwischen
mehr sammlerin geworden :) hier mehr: http://sensejunkie.soup.io / wie...
fr. hase - 8. Sep, 19:47
Es ist schon komisch....
Es ist schon komisch. Gestern oder vorgestern dachte...
PeZwo - 8. Sep, 13:09
*hug*
*hug*
frl s (Gast) - 10. Jun, 18:36
ja das klingt fein :))...
ja das klingt fein :)) mach ma was!!
fr. hase - 9. Mrz, 10:47
*smieeeg* machma kommenden...
*smieeeg* machma kommenden samstag was? ich vermiss...
ursi (Gast) - 9. Mrz, 10:22

dankesön

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