wörterbuchloses treiben am ende der welt und darüber hinaus
am ende der welt und darüber hinaus warteten der koalabär und das wasserschwein darauf dass der neue tag begann, der hatte nur noch keine lust dazu.
der himmel war dunkel, die sterne leuchteten friedlich und alle hatten das ungleiche pärchen bei der versammlung überstimmt und nun war es offiziell: der tag sollte noch ein paar stunden vertrödeln und dann.. langsam aber mit seiner zielsicheren und honigschweren sonnenmasse über die welt gleiten und -statt fröhnlich leicht und luftig die anderen wach zu küssen- ihnen mit seiner warmen süße die augenlieder wieder zudrücken. als vorbereitung für den kommenden mittagsschlaf.
nur der koalabär und das wasserschwein.
die wollten das nicht.
weit weit waren sie von den getrennten kontinenten gereist um sich am ende der welt und darüber hinaus zu treffen und hatten viele hürden (die später mal im "buch der vielen hürden" erscheinen werden) überwunden um sich zu treffen und gemeinsam den sonnenaufgang anzusehen.
das hört sich jetzt vielleicht nicht so großartig an aber für das wasserschwein und den koalabären war das schon etwas einzigartiges. der koalabär verschlief ihn meist und das wasserschwein mit seinen kurzen beinchen konnte nie über die büsche geschweige denn bäume hinwegsehen um die sonne in all ihrer pracht zu bewundern.
und diese versammlung hatte das nun verhindert.
nun, nicht verhindert nein, aber es bestand ja jederzeit die gefahr dass der koalabär wieder einschliefe und so mußten sich koalabär und wasserschwein die wartezeit verkürzen.
am ende der welt und darüber hinaus gibts allerdings, das muss ich schon zugeben, nicht allzuviel zu tun, also saßen sie nur so auf ihrem stückchen erdscholle und seufzten sich ins ohr.
und ab und an schüttelte einer von beiden den kopf und murmelte etwas wie 'doofe versammlung' 'unfair' oder ähnlich verstimmtes um gleich darauf zum andern zu sehen ob der auch der selben meinung wäre.
nach einer kleineren pause allerdings hörten sie auf sich gegenseitig auf die zehen, beziehungsweis auf die hufen zu starren und sahen sich um.
und da lag sie vor ihnen, am ende der welt und darüber hinaus.
die grenze zur nacht.
ein tiefes blau, ein ewiges blau, ein blau das man nur aus geschichten und erzählungen der meeresschildkröten kennt und da erfaßte den koalabären und das wasserschwein eine große stille.
sie sahen sich weiter um und sie sahen die einzelnen sterne. denn am ende der welt und darüber hinaus ist es dunkel genug um selbst den kleinsten und friedlichsten stern neben den lauten und strahlenden zu erkennen..
sie sahen einen brausendes meer in dem die sterne als schaumkronen glitzerten.
sie sahen ein samtbett auf dem edelsteine verstreut lagen.
sie sahen die augen der tiere die sie liebten, in denen die tränen glänzten, die sie zurück gelassen hatten.. um sich am ende der welt und darüber hinaus zu treffen.. um den sonnenaufgang zu sehen, von dem sie sich nichts sehnlicher wünschten als dass er noch warten würde.
und als das licht langsam hervorkroch, schleppend zum ende der welt und darüber hinaus schwappte um sich in die erdfaltentäler zu ergießen sahen sie im helleren blau glockenblumen auf denen verblassend die sterne als tau sich verabschiedeten.
es erfaßte das wasserschwein und den koalabären eine große stille.
und ohne ein wort zu sprechen wandten sie sich um, um sich -viele hürden überwindend (die später ja alle im "buch der hürden" erscheinen werden)- auf den weg nach hause zu machen.
und um zu hause zu erzählen dass ..
ja
und das wissen wir nun nicht, denn bärig und schweinlich wurde ohne wörterbuch geboren.
aber ich denke wir können uns einfach ans fenster stellen und nachsehen und für uns selbst auch unausgesprochen wissen was sie uns sagen wollten.
gute nacht.
der himmel war dunkel, die sterne leuchteten friedlich und alle hatten das ungleiche pärchen bei der versammlung überstimmt und nun war es offiziell: der tag sollte noch ein paar stunden vertrödeln und dann.. langsam aber mit seiner zielsicheren und honigschweren sonnenmasse über die welt gleiten und -statt fröhnlich leicht und luftig die anderen wach zu küssen- ihnen mit seiner warmen süße die augenlieder wieder zudrücken. als vorbereitung für den kommenden mittagsschlaf.
nur der koalabär und das wasserschwein.
die wollten das nicht.
weit weit waren sie von den getrennten kontinenten gereist um sich am ende der welt und darüber hinaus zu treffen und hatten viele hürden (die später mal im "buch der vielen hürden" erscheinen werden) überwunden um sich zu treffen und gemeinsam den sonnenaufgang anzusehen.
das hört sich jetzt vielleicht nicht so großartig an aber für das wasserschwein und den koalabären war das schon etwas einzigartiges. der koalabär verschlief ihn meist und das wasserschwein mit seinen kurzen beinchen konnte nie über die büsche geschweige denn bäume hinwegsehen um die sonne in all ihrer pracht zu bewundern.
und diese versammlung hatte das nun verhindert.
nun, nicht verhindert nein, aber es bestand ja jederzeit die gefahr dass der koalabär wieder einschliefe und so mußten sich koalabär und wasserschwein die wartezeit verkürzen.
am ende der welt und darüber hinaus gibts allerdings, das muss ich schon zugeben, nicht allzuviel zu tun, also saßen sie nur so auf ihrem stückchen erdscholle und seufzten sich ins ohr.
und ab und an schüttelte einer von beiden den kopf und murmelte etwas wie 'doofe versammlung' 'unfair' oder ähnlich verstimmtes um gleich darauf zum andern zu sehen ob der auch der selben meinung wäre.
nach einer kleineren pause allerdings hörten sie auf sich gegenseitig auf die zehen, beziehungsweis auf die hufen zu starren und sahen sich um.
und da lag sie vor ihnen, am ende der welt und darüber hinaus.
die grenze zur nacht.
ein tiefes blau, ein ewiges blau, ein blau das man nur aus geschichten und erzählungen der meeresschildkröten kennt und da erfaßte den koalabären und das wasserschwein eine große stille.
sie sahen sich weiter um und sie sahen die einzelnen sterne. denn am ende der welt und darüber hinaus ist es dunkel genug um selbst den kleinsten und friedlichsten stern neben den lauten und strahlenden zu erkennen..
sie sahen einen brausendes meer in dem die sterne als schaumkronen glitzerten.
sie sahen ein samtbett auf dem edelsteine verstreut lagen.
sie sahen die augen der tiere die sie liebten, in denen die tränen glänzten, die sie zurück gelassen hatten.. um sich am ende der welt und darüber hinaus zu treffen.. um den sonnenaufgang zu sehen, von dem sie sich nichts sehnlicher wünschten als dass er noch warten würde.
und als das licht langsam hervorkroch, schleppend zum ende der welt und darüber hinaus schwappte um sich in die erdfaltentäler zu ergießen sahen sie im helleren blau glockenblumen auf denen verblassend die sterne als tau sich verabschiedeten.
es erfaßte das wasserschwein und den koalabären eine große stille.
und ohne ein wort zu sprechen wandten sie sich um, um sich -viele hürden überwindend (die später ja alle im "buch der hürden" erscheinen werden)- auf den weg nach hause zu machen.
und um zu hause zu erzählen dass ..
ja
und das wissen wir nun nicht, denn bärig und schweinlich wurde ohne wörterbuch geboren.
aber ich denke wir können uns einfach ans fenster stellen und nachsehen und für uns selbst auch unausgesprochen wissen was sie uns sagen wollten.
gute nacht.
fr. hase - 9. Mrz, 02:04


